Was ist Fracking?

Hydraulic Fracturing (engl. to fracture "aufbrechen", "aufreißen"; auch "Fracking", "Hydrofracking", "Fraccing", "Frac'ing" oder "Frac Jobs" genannt) ist eine Methode der geologischen Tiefbohrtechnik, bei der durch Einpressen einer Flüssigkeit ("Fracfluid", dt. Plural "Fracfluide") in eine durch Bohrung erreichte Erdkrustenschicht dort Risse erzeugt und stabilisiert werden. Ziel ist es, die Gas- und Flüssigkeitsdurchlässigkeit in der Gesteinschicht so zu erhöhen, dass ein wirtschaftlicher Abbau von Bodenschätzen (z. B. Erdgas und Erdöl) ermöglicht wird. Hydraulic Fracturing wird auch zur Vorbereitung der Nutzung von Geothermie angewendet.

 

Diskussion über Trinkwassergefährdung

Laut Spiegel Online werden die Chemikalien Tetramethylammoniumchlorid (CAS-Nummer 75-57-0), leichtes Paraffinöl (CAS 64742-47-8), Octylphenolethoxylat (CAS 9036-19-5), Magnesiumchlorid (CAS 7786-30-3), Magnesiumnitrat (CAS 10377-60-3) und ein Biozid verwendet. Mit einigen dieser Stoffe dürfe der Mensch nicht ungeschützt in Kontakt kommen, auf gar keinen Fall dürften sie ins Trinkwasser gelangen.

Im ARD-Magazin Monitor vom 18. November 2010 stufte die Leiterin der Wasserbehörde Hagen mehrere der bei (Probe-)Bohrungen in Deutschland verwendeten Stoffe als wassergefährdend ein. Kommunalpolitiker beklagten, nicht über die Bohrungen informiert worden zu sein; auch wurde das deutsche Bergrecht kritisiert. Dieses ermöglicht es, dass die Bergämter ohne Beteiligung etwa der Umweltministerien eine Technologie wie Fracking genehmigen können. Am 15. Dezember 2010 erschien auch ein Bericht der TV-Sendung Galileo (ProSieben), wonach in den USA derart mit Gas verunreinigtes Wasser aus Wasserhähnen kommt, dass man es anzünden kann. Am 3. März 2011 berichtete das ARD-Magazin Panorama über Quecksilberverseuchungen des Bodens an der Erdgasbohrstätte Söhlingen in Niedersachsen. Die Behörden und der Konzern ExxonMobil, der hier auch die Fracking-Technologie anwandte, bestritten, dass die Verunreinigungen beim Bohren zustande kamen ? es habe sich um eine Transport-, nicht um eine Bohrleitung gehandelt.

Die Kritik in Deutschland stützt sich neben wissenschaftlichen und journalistischen Berichten aus den USA auf eine Studie von Werner Zittel sowie auf Aussagen von Bernhard Cramer von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe.

Die Unternehmen BNK Petroleum und Realm Energy planen nach eigenen Angaben (Stand November 2010) Testbohrungen in Deutschland, inklusive Einsatz von Chemikalien; Exxon plant nach eigenen Angaben zwei weitere Fracking-Bohrungen bis Ende 2011. Zahlreiche Politiker und Bürger fordern, diese zu unterlassen bzw. zu verbieten, wenn die Unternehmen auf ihren Plänen beharren.

In Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen befassen sich mehrere Bürgerinitiativen kritisch mit der Technologie. Neben dem Staat New York haben auch Frankreich und Südafrika Moratorien verhängt bzw. die Technologie gesetzlich verboten; Berichte, dass man sich in Nordrhein-Westfalen mit ExxonMobil auf ein Moratorium geeinigt habe, dementierte der Konzern. Die Fracking-Technologie hat inzwischen mehrmals den nordrhein-westfälischen Landtag beschäftigt; wissenschaftliche Untersuchungen sollen nun klären, ob von ihr eine Gefahr für Mensch und Umwelt ausgeht. Zudem laufen politische Initiativen zur Änderung des Bergrechts, das bisher das Genehmigungsverfahren nur auf der Ebene der Bergämter regelt.

Die Arbeitsgemeinschaft Wasserwerke Bodensee-Rhein (AWBR), der 72 Wasserversorgungen aus fünf Ländern angehören, spricht sich gegen diese neuartige Erdgasförderung aus, da im Untergrund Stoffe eingesetzt werden, die als wassergefährdend eingestuft sind und die in öko- und humantoxikologischer Hinsicht als kritisch anzusehen sind.

Diskussion über Erdbebengefährdung

Während der Umweltausschuss im niedersächsischen Landtag gerade über mögliche Gefahren des Frackings beriet und Sachverständige anhörte, bebte am 13. Februar 2012 in der Nähe eines Erdgasfeldes bei Neuenkirchen-Tewel die Erde mit einer Stärke von 3.0. Experten des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie hielten Fracking nicht für den Verursacher des Erdbebens, da nach Angaben der Erdgasindustrie das letzte Frack-Verfahren dort vor zwei Jahren stattfand. Eine plausiblere wissenschaftliche Erklärung für das Geschehen haben sie jedoch auch nicht. Da 2004 im gleichen Gasfeld schon einmal ein Beben stattfand, könnte konventionelle Erdgasförderung das Erdbeben ausgelöst haben.

In Ohio konnten Erdbeben auf das Fracking zurückgeführt werden.

 

Quelle: Teilauszug aus Wikipedia


 

 

Was ist Fracking?

Hydraulic Fracturing (engl. to fracture "aufbrechen", "aufreißen"; auch "Fracking", "Hydrofracking", "Fraccing", "Frac'ing" oder "Frac Jobs" genannt) ist eine Methode der geologischen Tiefbohrtechnik, bei der durch Einpressen einer Flüssigkeit ("Fracfluid", dt. Plural "Fracfluide") in eine durch Bohrung erreichte Erdkrustenschicht dort Risse erzeugt und stabilisiert werden. Ziel ist es, die Gas- und Flüssigkeitsdurchlässigkeit in der Gesteinschicht so zu erhöhen, dass ein wirtschaftlicher Abbau von Bodenschätzen (z. B. Erdgas und Erdöl) ermöglicht wird. Hydraulic Fracturing wird auch zur Vorbereitung der Nutzung von Geothermie angewendet.